Sponsoring ist keine Einbahnstraße

Heutzutage herrscht trotz des Sponsoring-Booms im Sport ein hoher Konkurrenzkampf. Nicht nur weil zahlreiche Sportvereine oder Einzelsportler um Sponsoren kämpfen, sondern auch andere Bereiche wie Wissenschaft oder Kultur um die Gunst von Sponsoren buhlen.

Für Unternehmen ist es natürlich wichtig, dass ihre Sponsoringaktivitiäten zu ihrer Kommunikations-/Unternehmens- und Produktpolitik passen, sprich sie haben konkrete Sponsoringziele, – zielgruppen und -projekte. Will man Sponsoren gewinnen, ist es also von großer Wichtigkeit, nicht nur die eigene Situation zu beleuchten, sondern vor allem auch die Sponsoringstrategie und -ziele eines potenziellen Sponsors zu kennen und diese in die Planung des Sponsoring-Management- Prozesses einfließen zu lassen. Erst wenn die Ausgangsituation samt der Sponsoringziele und -strategie klar ist, macht es Sinn, Unternehmen gezielt auszuwählen und ihnen ein Angebot zu unterbreiten. Ohne ein vernünftiges Konzept ist ein Sponsoringvorhaben wenig erfolgsversprechend. Je professioneller und durchdachter eine Sponsoringaktivität ist, desto größer sind die Chancen, ein Unternehmen als Sponsor zu gewinnen.

Sponsort man als Unternehmen beispielsweise einen Einzelsportler, ist das Risiko natürlich viel stärker konzentriert und man ist vom Verhalten, dem Image und den sportlichen Erfolgen eines einzelnen Sportlers abhängig. Tanzt ein einzelner Spieler einer Fußballmannschaft aus der Reihe, bedeutet dies nicht automatisch einen Imageverlust für das gesamte Team bzw. den Sponsor selbst, da die Leistung der Mannschaft trotzdem stimmen kann.

Gerade im Bezug auf Doping kann ein Unternehmen in Mitleidenschaft gezogen werden, da über Dopingfälle medienweit berichtet wird und der Sponsor stets präsent ist. Das Image eines potentiell gedopten Sportlers färbt dann natürlich auf seine Sponsoren ab. Folgen von Dopingfällen im Sport sind vor allem im Radsport zu erkennen. Nicht nur die Medien ziehen ihre Konsequenzen, indem sie Radsportrennen nicht mehr übertragen und somit den Sponsoren der Radteams keine Plattform bzw. Medienpräsenz mehr bieten, sondern auch die Unternehmen, die die Radteams sponsorn. T-Mobile hat beispielsweise sein Engagement im Radsport nach den Dopingvorfällen beendet, da sie sich von den Entwicklungen bzgl. des Dopings im Radrennsport distanzieren und den negativen Einfluss auf ihr Unternehmen in Grenzen halten wollten.

Aus aktuellem Anlass gibt es hier eine Aufstellung der 6 Top Verdiener im Ski Weltcup, der seinen Auftakt für die Saison 2018/2019 dieses Wochenende in Sölden feiert:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Marcel Hirscher

Preisegeld 2017/18: 588.015,59 Euros
Instagram-Fans: 480.000
Sponsoren: Atomic, Raiffeisen, Audi, Komperdell, Energiapura, Picker, Ski Austria, Salzburger Land, Under Armour, TechnoGym, Redbull

2. Henrik Kristoffersen

Preisegeld 2017/18: 302.990,72 Euros
Instagram-Fans: 153.000
Sponsoren: Telenor, Red Bull, DHL, Energiapura, Komperdell, Dunderverk, Husqvarna, SPM Sport Equipment, Rossignol, Oakley, Sweet Protection, Reusch

3. Beat Feuz

Preisegeld 2017/18: 229.062,15 Euros
Instagram-Fans: 73.500
Sponsoren: Raiffeisen, BKW, Die Bauhelden, Emmental, Swisscom, Helvetia, Audi, Lillydoo Babycare, Head, Leki, Peak Performance

4. Aksel Lund Svindal

Preisegeld 2017/18: 211.610,84 Euros
Instagram-Fans: 451.000
Sponsoren: Red Bull, Longines, Telenor, Head, Oakley, Sweet Protextion, Swix

5. Kjetil Jansrud

Preisegeld 2017/18: 184.610,70 Euro
Instagram-Fans: 203.000
Sponsoren: Telenor, Viking, Gudbrandsdal Energi, Tine, Hublot, Head, Level, Swix

6. Thomas Dreßen

Preisgeld 2017/18: 148.215,39 Euro
Instagram-Fans: 33.400
Sponsoren: Sölden, Red Bull, Bogner, Rossignol, Uvex, Ziener

Auffällig ist, dass Marcel Hirscher der klare Topverdiener ist – kein Wunder bei aktuell 7 Gesamtweltcup-Siegen! Red Bull ist bei 4 von den 6 Athleten als Sponsoringpartner vertreten und der einzige Deutsche Fahrer – Thomas Dreßen – liegt preisgeldmäßig sogar vor dem Top-Star Felix Neureuther, der seinen Start in Sölden aufgrund seines vorangegangenen Kreuzbrandrisses abgesagt hat.

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